Vorschau auf Veröffentlichungen 2020

Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele 2020,

eröffnet das Jüdische Museum Wien am 25. März 2020 die Ausstellung "Jedermanns Juden. 100 Jahre Salzburger Festspiele". Das Begleitbuch zur Ausstellung enthält einen Beitrag von mir über Max Reinhardts Inszenierungen von Karl Vollmöllers Pantomime "Das Mirakel" und das Oratorium "Weg der Verheissung/The Eternal Road" von Franz Werfel und Kurt Weill in New York 1937. Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Website des Jüdischen Museums Wien:http://www.jmw.at/

 

Im Frühjahr 2020 erscheint im Band 24 der von Didier Ghez herausgegebenen Buchreihe "Walt's People"

mein ausführliches Interview mit der Künstlerin und Schauspielerin Fini Rudiger-Littlejohn aus den Jahren 1986 - 87. Fini Rudiger erzählt darin über ihre Jugend in Wien und Berlin, über ihre künstlerische Ausbildung an der Wiener Kunstgewerbeschule und ihre frühe Theater- und Filmkarriere in Wien und über ihre Emigration 1937 in die USA. Sie berichtet über ihre Erlebnisse erst in New York  und dann in Los Angeles, über ihre Schaufenstergestaltung und ihre Kinderbuchillustrationen und vor allem über ihre Zeit im Character Model Department im Disney Studio 1939/40.  

 

Ebenfalls 2020 sollen die Vorträge der Tagung "Vorstufen des Exils/Early Stages of Exile"

der North American Society for Exile Studies (NASES) vom 18. - 19. Mai 2018 an der Loyola University Chicago erscheinen,mit einem Beitrag von mir: Die „Affäre Ophüls“ und die Diskriminierung jüdischer Theaterkünstler vor 1933.

 

Vorträge 2019

 

A Midsummer Night's Dream von Max Reinhardt und William Dieterle.

Einführungsvortrag am 5. Mai 2019 im Zeughaus Kino, Berlin im Rahmen der Retrospektive Der filmende Humanist, der ersten umfassenden Werkschau der Filme von Wilhelm/William Dieterle vom 4. Mai - 30. Juni 2019 

 

Max Ophüls und Eugen Schüfftan im französischen Exil.

Vortrag im Seminar "Die Kameramänner des deutschen Filmexils 1933 - 1945" von Dr. Imme Klages (Institut für empirische Filmwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) 18.1.2019

Der Regisseur Max Ophüls und der Kameramann Eugen Schüfftan haben trotz der schwierigen Produktiosbedingungen im Exil von 1935 bis 1940 an fünf Filmen in Frankreich und an einem Film in den Niederlanden zusammen gearbeitet. Schüfftan war in diesen Jahren Ophüls' wichtigster Mitarbeiter und hat den Stil der Filme mit seiner Kamera wesentlich mitgeprägt.

 

 

Vorträge 2018

Der Krieg im Pazifik und die europäischen Filmexilanten.

Vortrag auf dem 4. Deutsch-Asiatischen Studientag Literaturwissenschaft: "Kriegswolken über dem Pazifik". Mori-Ogai-Gedenkstätte Berlin, 7.12.2018

 

Die "Affäre Ophüls" und die Diskriminierung jüdischer Theaterkünstler vor 1933.

Vortrag auf der Konferenz "Vorstufen des Exils: irgendwo zwischen Heimat und Ankunft" der North American Society for Exile Studies (NASES) vom 18. - 19. Mai 2018 an der Loyola University Chicago. (Publikation ca. 2019/20 in Vorbereitung)

 

Publikationen und Vorträge 2017:

Zwischen Experiment, Film-Volksoper und Ausstattungsfilm. Die Stummfilmoper "Der Rosenkavalier" (1925/26) von Robert Wiene. In: Späte Stummfilme. Ästhetische Innovation im Kino 1924 - 1930. Hg. v. H.- P. Preusser, Marburg 2017, S. 175 - 201.

Ausführlich untersucht wird die Rolle von Hugo von Hofmannsthal, der der spiritus rector des Films war. Hofmannsthal wollte keine Verfilmung der Bühnenoper, sondern eine eigenständige neue Filmoper schaffen und entwarf dafür einen "Roman in Bildern"

 

März 2017:
Die letzte Chance: Flucht und Grenze im Exilfilm 1933 – 1945.
Vortrag auf der Tagung "Grenze als Erfahrung und Diskurs" (Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V. 2017 in Kooperation mit dem Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes)

April 2017:
Der Theater- und Filmregisseur Ludwig Berger im niederländischen Exil.
Vortrag im Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

November 2017:
Der Holocaust vor Gericht: Der Anti-Nazi-Film None Shall Escape (1943).
Vortrag in der Exilbibliothek des Literaturhauses Wien

 Eine Auswahl früherer Publikationen in der Rubrik "Autor - Publikationen"

 

Neue Beiträge auf der Homepage 2019:

in der Rubrik Filmexil: Personen:

Der Regisseur Joe May im amerikanischen Exil I: Joe May contra Warner Brothers. Eine exemplarische Kontroverse.

Der in Wien 1880 geborene Regisseur und Produzent Joe May musste als Jude 1933 emigrieren und wurde von dem ebenfalls exilierten Produzenten Erich Pommer engagiert das Musical "Music in the Air" in Hollywood zu inszenieren. So fuhr Joe May 1934 gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin Mia May, nach Hollywood - wo May große Schwierigkeiten hatte, sich in das Studiosystem zu integrieren, wie seine Auseinandersetzungen mit Jack Warner und Hal Wallis bei den Dreharbeiten des Films "Confessions" zeigen.

 

Der Regisseur Joe May im amerikanischen Exil II: Als Regisseur bei Universal 1938-1943

Nach dem 1937 für Warner Bros. gedrehten Films "Confession" war er länger arbeitslos, erst im Dezember 1938 konnte sein Agent Paul Kohner mit Unterstützung von Henry Koster und Joe Pasternak einen neuen Vertrag für ihn bei Universal abschließen. May hat bis 1941 sechs Filme für Universal inszeniert und war bei zwei weiteren am Drehbuch beteiligt, doch blieb die Zusammenarbeit trotz des finanziellen und auch künstlerischen Erfolgs der Filme von May von Beginn an problematisch, sodass Universal ihn nicht mehr beschäftigte und May wieder ohne Vertrag war.