„Ich sah die Möglichkeit, aus diesem Stoff einen wirklichen Anti-Nazi-Film zu machen“ schrieb der 1951 aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrte Regisseur Robert Siodmak in seinen postum erschienenen Erinnerungen „Zwischen Berlin und Hollywood.“ Der Stoff, der Siodmak so interessierte, war der Tatsachenbericht „Nachts, wenn der Teufel kam“, der 1956 in der Münchner Illustrierten erschienen war.  Der Journalist Will Berthold enthüllte darin die von den Nazi-Behörden totgeschwiegene Geschichte des debilen Massenmörders Bruno Lüdke, der zwischen 1924 und 1943 mehr als 80 Frauen ermordete und der nur durch einen Zufall entdeckt wurde. Doch um die Gestapo nicht zu blamieren, die ihm jahrelang nicht auf die Spur  gekommen war, wurde der Fall von der NS-Justiz vertuscht und Lüdke 1944 heimlich von einem SS-Arzt durch eine Giftspritze hingerichtet.
Die Filmrechte hatte Ilse Kubaschewski, die Chefin des Gloria-Filmverleihs für ihre Divina-Filmgesellschaft erworben, obwohl der Film „wahrscheinlich nicht ganz ihrem Geschmack entsprach“ wie Siodmak argwöhnte, „aber sie fühlte instinktiv, dass er das Publikum interessieren könne.“ Gemeinsam mit dem Drehbuchautor Werner Jörg Lüddecke machte sich Siodmak, der den Film produzierte und Regie führte, an die Arbeit, um „mit dieser Geschichte eine Parabel zum Dritten Reich zu finden.“ Es ging ihm nicht um den spektakulären Kriminalfall, sondern „um die Auseinandersetzung zwischen Justiz und SS-Ideologie“ (Hans Schwab-Felisch). Damit knüpfte der Regisseur an seine in Deutschland vor 1933 gedrehten Filme ebenso an wie an seine films noir im Exil in Frankreich und in den 1940er Jahren in den USA, in denen die Verbrechen stets Ausgangspunkt für seine pessimistischen Analysen der Gesellschaft gewesen waren. Deshalb verlegte er in seinem ersten deutschen Nachkriegsfilm Die Ratten, den er 1955 für Artur Brauners CCC - laut Siodmak die Abkürzung für „Cahlt Ciemlich Cögerlich“ - inszenierte, Gerhart Hauptmanns Drama in die bundesrepublikanische Gegenwart, die er als düstere und trostlose Gesellschaft beschrieb, auf der noch der Schatten von Krieg und Faschismus lastete.    
Der Fall Bruno Lüdke gab Siodmak Gelegenheit, diesen Schatten weiter zu erkunden. Er stellte das innere Gefüge des SS-Staates ebenso dar wie Alltag und Atmosphäre im vorletzten Kriegsjahr 1944. Nachts, wenn der Teufel kam ist auch ein Thriller, ein deutscher film noir, doch wird nur ein einziger Mord gezeigt, den Lüdke während eines Fliegeralarms verübt, wenn alle Hausbewohner in den Keller fliehen. Denn Siodmak schildert vor allem die Zerstörung der Städte, die schlechte Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und die Apathie, die Angst und Verzweiflung der Menschen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung zwischen dem Kommissar Kersten, der den Fall aufklären und einen unschuldig Angeklagten rehabilitieren will und dem SS-Gruppenführer, der den Fall instrumentalisiert: Die Theorie vom geistig behinderten Mörder passt ihm ins Konzept, um ein Gesetz zur Liquidierung „unwerten Lebens“ durchzusetzen, deshalb unterstützt er Kersten mit allen Mitteln. Nachdem der Führer anders entschieden hat, stellt er ebenso radikal den Kommissar kalt, löst die Dienststelle auf und schickt Kersten an die Front, denn im Nazi-Staat ist Recht nur „was dem deutschen Volke nützt.“
Auch den Völkermord an den Juden thematisiert Siodmak: Der Mörder Lüdke begegnet der jüdischen Frau Weinberger, die von Freunden versteckt wird und immer allein ist. Sie erzählt ihm, dass ihr Mann in Auschwitz ermordet wurde und bittet Lüdke, der Beifahrer in einem Lastwagen ist, ihr zur Flucht zu verhelfen. Die wichtige Fortsetzung dieser Szene, die ein grelles Schlaglicht auf den NS-Staat wirft, wurde allerdings vom Verleih geschnitten: Als Lüdke wiederkommt um die Frau zu ermorden, ist sie nicht mehr da, die Nazis haben sie abgeholt und nach Auschwitz verschleppt, der Staat als Mörder ist dem Triebtäter zuvorgekommen.
Trotz dieser Verharmlosung bleibt Nachts, wenn der Teufel kam „eine unmissverständliche Lektion über den Unrechtscharakter des NS-Staates“ wie Enno Patalas in der Filmkritik schrieb, der jedoch auch den „doppelten Boden“ des Films kritisierte: „Allzu deutlich sind die Gegenspieler gegen die Nazis abgesetzt, als habe es 1944 in Deutschland nur erklärte Nazis und heimliche Widerstandskämpfer gegeben. (…) Wenn der Film auch den Nazismus als schiere Barbarei denunziert, so liefert er doch den Normalbürgern und ‚kleinen Pg.s’ das Alibi der ‚sauberen Hände’ mit.“
Dass der „Normalbürger als bedauernswertes Opfer, nicht als kritikwürdiger Mitschuldiger“ dargestellt wird, warf Patalas auch Siodmaks  1960  gedrehter Anti-Nazi-Filmkomödie, Mein Schulfreund vor, eine Verfilmung des  gleichnamigen Schauspiels von Johannes Mario Simmel. Der Postbeamte und Parteigenosse Fuchs schreibt 1944 seinem alten Schulfreund Hermann Göring, dass er den verbrecherischen Krieg beenden müsse. Anstatt ihn vor Gericht zu stellen, lässt Göring ihn für unzurechnungsfähig erklären – und nach dem Krieg kämpft Fuchs jahrelang erfolglos darum, wieder als normal zu gelten.   
In Simmels damals viel gespieltem Schauspiel erkennt Fuchs, der in die NSDAP eingetreten ist aus Angst seinen Posten zu verlieren und an die Front geschickt zu werden, dass er sich mitschuldig gemacht hat. Den Anstoß zu seiner Aktion gibt ihm im Stück die nationalsozialistische Judenverfolgung, mit der er persönlich konfrontiert wird, als seine Tochter ihren jüdischen Klassenkameraden Paul versteckt, dessen Eltern zusammen mit anderen Juden von der SA verprügelt und abtransportiert wurden. Trotz seiner Angst hilft Fuchs dem Jungen und versteckt ihn weiter. Im Film jedoch wurde aus dem jüdischen Jungen ein desertierter deutscher Flakhelfer, sehr gegen den Willen des Autors, wie Simmel später enthüllte: „Ein ehemaliger Produktionschef der Firma Divina/Gloria, der bis 1945 hochrangiger SS-Mann war, setzte durch, dass die Fabel dieses (...) Stücks zerstört wurde. Der SS-Mann verwandelte die zweite Hauptfigur, einen verfolgten Judenjungen, in einen ‘arischen’ Flakhelfer und verharmloste durch diese und viele andere Änderungen mein Anti-Nazi-Stück zu einer rührseligen Belanglosigkeit. (...) Mein alter Freund Siodmak ließ damals, ein wenig resigniert, ein wenig krank und ein wenig feige, mich bei meinem Kampf gegen den SS-Mann-Produktionschef völlig im Stich und verfilmte die ‚arische’ Version.”
Nicht nur Siodmak, alle nach Deutschland zurückgekehrten Filmemigranten standen in den 50er Jahren vor diesem Problem: Arbeit im deutschen Film in den bedeutete zwangsläufig, auch mit denjenigen zusammenarbeiten zu müssen, die in Nazi-Deutschland geblieben waren, die Mitläufer oder sogar Täter des Nazi-Regimes gewesen waren. In Mein Schulfreund machte sich Siodmak diese Situation allerdings auch zunutze. Er bot die Rolle des Kreisleiters und Luftschutzwarts dem Schauspieler Alexander Golling an, von dem er wusste, dass er Nationalsozialist gewesen war und „eine wichtige Stellung in der Partei eingenommen“ hatte. Zu Siodmaks „großen Erstaunen akzeptierte er sie. Er war der perfekte Typ dafür, und ich kann mir bis heute nicht erklären, warum er die Rolle spielte.“
Trotz der Starbesetzung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle konnte Mein Schulfreund den großen Erfolg von Nachts, wenn der Teufel kam nicht wiederholen, der neben vielen anderen Preisen 1957 auch für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert worden war: „Ich wurde als Ehrengast nach Hollywood eingeladen.“ erinnerte sich Robert Siodmak. „Man stellte mir einen großen offenen Wagen mit zwei Chauffeuren zur Verfügung. Ich kam mir wie der Bundeskanzler vor, denn der Wagen war mit zwei deutschen Standarten beflaggt, mit denen ich durch Los Angeles fuhr. Dreißig Jahre vorher musste ich wegen Hitler fliehen und plötzlich war ich der Vertreter Deutschlands in Amerika.“
Erstveröffentlicht in: film-dienst, H.18/2011, S.16f. als Folge 4 der Serie Remigranten und das Anti-Nazi-Kino.