In Stefan Zweigs berühmter antifaschistischer Novelle, seinem letzten vollendeten Werk, das 1942 in Argentinien erschienen ist, erinnert sich Dr. B. in seiner Erzählung, dass er nach der letzten Radiorede des österreichischen Bundeskanzlers Schuschnigg belastende Papiere verbrannt hatte, damit sie nicht in die Hände der Nazis fielen. Der Film kommt ohne den Erzähler aus und zeigt in der Rückblende, wie der von Curd Jürgens gespielte Dr. von Basil – wie B. im Film heißt -  Dokumente verbrennt, nachdem er vor der drohenden Verhaftung gewarnt wurde. Dann nimmt er von einer Wand, an der Porträts prominenter Österreicher hängen – u.a. auch eines von Stefan Zweig - das Bild Kurt Schuschniggs herunter, mit dessen Rücktritt Österreich als souveräner Staat aufgehört hat zu existieren.
Den Regisseur Gerd Oswald hatte die Schachnovelle immer fasziniert, er sah darin eine Parallele zu Schuschniggs Schicksal, der nach der Besetzung Österreichs von den Nazis als so genannter „Ehrenhäftling“ im Hotel Metropol, dem Hauptquartier der Gestapo gefangen gehalten wurde. Für Gerd Oswald war Österreich sein eigentliches Heimatland gewesen. Als 13jähriger musste er 1933 mit seinem Vater, dem Produzenten und Regisseur Richard Oswald, nach Wien fliehen. Oswald war den Nazis besonders, weil er mit seinem Film Dreyfus schon 1930 gegen den erstarkenden Antisemitismus gekämpft hatte. Der Sohn engagierte sich als Jugendlicher politisch für ein unabhängiges Österreich und wurde ein überzeugter Antifaschist. Rechtzeitig vor dem so genannten Anschluss flohen die Oswalds weiter nach Frankreich und dann in die USA. In Hollywood machte Gerd Oswald als Regieassistent und ab Mitte der 50er Jahre als Regisseur Karriere: „In jedem meiner Filme ist eine gewisse politische Tendenz“ betonte er in einem Fernsehinterview 1988, „fast in jedem meiner Filme, auch in meinen Westernfilms, ist eine kleine antifaschistische Tendenz zu finden.” Das gilt auch für seinen ersten deutschen Film Am Tag als der Regen kam, den er 1959 für Arthur Brauners CCC inszenierte, eine realistische Schilderung der Generationenkonflikte der 50er Jahre. Die Schachnovelle drehte der mehrsprachige Regisseur 1960 in zwei Versionen, Deutsch und Englisch für den Produzenten Luggi Waldleitner, der Gerd Oswald von seinem Cinemascope-Filmabenteuer Oase kannte, bei dem Oswald als trouble shooter bei den Dreharbeiten in Marokko eingesprungen war.
Im Film wird von Basil im Hotel Metropol von dem Gestapomann Berger (Hansjörg Felmy), über dessen Schreibtisch ein Bild des sogenannten Reichsstatthalters Seyß-Inquart hängt, „in ein völliges Vakuum“ gesperrt. Die vollständige „raffinierteste Isolierung“ soll ihn zwingen, das Versteck der klösterlichen Kunstschätze zu verraten, die er vor den Nazis in Sicherheit gebracht hat. Die Rechnung scheint zunächst aufzugehen, doch als er schon aufgeben will, gelingt es ihm, ein Buch zu stehlen, ein Schachrepertorium mit 150 Meisterpartien. Die Beschäftigung mit dem königlichen Spiel gibt ihm die geistige Spannkraft, der Isolierhaft und den Verhören zu widerstehen. In Zweigs Novelle gerät Dr. B. an einen toten Punkt, wenn er alle Partien auswendig kennt – im Film wird von Basil das Buch bei einer Durchsuchung abgenommen. Der Effekt ist derselbe, denn sein verzweifelter Versuch, nun gegen sich selbst Schach zu spielen, endet mit einem totalen Nervenzusammenbruch, einem Schachfieber. Genesen gelingt ihm die Flucht ins Exil – wie in der Realität Gerd Oswald und Stefan Zweig.
Aufgeschreckt durch eine schikanöse Haussuchung nach Waffen in seinem Salzburger Haus, hatte der Pazifist Zweig Österreich bereits 1934 verlassen und einen zweiten Wohnsitz in London bezogen. 1940 verließ er Europa für immer und floh in die USA, und da er sich auch dort nicht sicher fühlte, weiter nach Brasilien. Die Schiffsreise von New York nach Rio de Janeiro in der Schachnovelle entspricht seiner eigenen Fluchtroute. Sie bildet den Rahmen der Begegnung zwischen dem primitiven und intellektuell eingleisigen Schachweltmeister Czentovic und dem schöpferisch-freiheitlichen Individuum Dr. B., in der Zweig die Gefährdung der abendländischen Kultur durch die brutale faschistische Gewalt thematisierte. Auch im Exil, in der wieder gewonnenen Freiheit, bleibt Dr. B. von der Haft und Folter gezeichnet. Um nicht erneut dem Nervenfieber zu erliegen, muss er die Schachpartie aufgeben und dem inhumanen Spezialisten das Feld überlassen. Dieser pessimistische Schluss der Novelle entspricht der Resignation des Europäers Zweig, der sich 1942 im brasilianischen Exil das Leben nahm.
Aus der Perspektive des Jahres 1960 und auch um die politische Situation zu konkretisieren, hat Oswald die Novelle bearbeitet und z.B. Route und Bestimmung des Schiffs geändert, das im Film von Triest aus in See sticht und dessen Passagiere hauptsächlich Flüchtlinge sind – was den von Mario Adorf gespielten dumpfen Schachweltmeister verärgert, der sich damit als ein den Nazis Gleichgesinnter zu erkennen gibt. Doch auch im Film wird von Basil gequält von den Folgen seiner  Haft und mehr noch davon, dass er sich nicht erinnern kann, ob und was er der Gestapo verraten hat. Der Zweikampf am Schachbrett  wird deutlicher als in der Vorlage eine Wiederholung seines Kampfs gegen die Gestapo. Als er droht dem Schachfieber zu erliegen, einen falschen Zug als „Matt“ deklariert und den Weltmeister tätlich angreift, tritt eine positive Wendung ein: die im Film hinzugefügte Ballerina Andreny (Claire Bloom), die lange auch aus Karrieregründen zwischen von Basil und dem Gestapomann Berger schwankte, hat sich für von Basil entschieden und klärt ihn auf, dass er nichts verraten hat. Anders als bei Zweig wird so aus von Basils Kampf eine Vorwegnahme des Siegs über die Nazis, den  auch die Beobachter des Schachspiels bekräftigen, die auf die rhetorische Frage des Weltmeisters, wo denn hier ein Matt sei, antworten, dass sie das Matt erkennen, je länger sie auf das Brett blicken.
Diese Veränderungen sind von der Kritik 1960 überwiegend negativ bewertet worden. Die kritischen Einwände galten vor allem der hinzuerfundenen Liebesgeschichte, der privaten Rivalität zwischen von Basil und dem Gestapo-Mann Berger und der Besetzung. Enno Patalas warf in der Filmkritik dem Film sogar „Verrat“ an Zweigs Novelle vor und favorisierte als Muster für eine werkgerechte Verfilmung ein Kammerspiel im Stil Bressons.
Dem ist entgegenzuhalten, dass Gerd Oswald das antifaschistische Thema und die politische Botschaft deutlich herausgearbeitet und mit dem „spannenden Unterhaltungsfilm“ ein großes Publikum erreichte und nicht nur die „an Filmkunst interessierten Kreise“ wie der Kritiker Karlfriedrich Scherrer schrieb. Er verteidigte auch Curd Jürgens’ „überraschend glaubwürdige Leistung“, der von Basils Entwicklung eindringlich darstellt und beispielsweise die zentrale Szene, in der von Basil zu seiner Enttäuschung entdeckt, dass das mit soviel Mühe gestohlene Buch lediglich ein Schachbuch ist, im Gegensatz zum Drehbuch gänzlich stumm spielt.
Trotz der Angriffe der Kritik blieb die Schachnovelle Gerd Oswalds Lieblingsfilm. Seine   Pläne, weitere antifaschistische Filme zu drehen, konnte er jedoch nicht verwirklichen. Der noch gemeinsam mit seinem Vater geplante Film über den Gründer des Zionismus Theodor Herzl blieb ebenso unrealisiert wie Gerd Oswalds Drehbuch über die Gefangennahme des Holocaust-Organisators Adolf Eichmann.   
Erstveröffentlicht in: film-dienst, H. 20/2011, S.16f.  als 5. Folge der Serie Remigranten und das Anti-Nazi-Kino