Publikationen und Vorträge 2017:

Zwischen Experiment, Film-Volksoper und Ausstattungsfilm. Die Stummfilmoper "Der Rosenkavalier" (1925/26) von Robert Wiene.

In: Späte Stummfilme. Ästhetische Innovation im Kino 1924 - 1930. Hg. v. H.- P. Preusser, Marburg 2017, S. 175 - 201.

Ausführlich untersucht wird die Rolle von Hugo von Hofmannsthal, der der spiritus rector des Films war. Hofmannsthal wollte keine Verfilmung der Bühnenoper, sondern eine eigenständige neue Filmoper schaffen und entwarf dafür einen "Roman in Bildern"

März 2017:
Die letzte Chance: Flucht und Grenze im Exilfilm 1933 – 1945.
Vortrag auf der Tagung: Grenze als Erfahrung und Diskurs.
Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V. 2017
in Kooperation mit dem Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes
                    

April 2017:
Ludwig Bergers Exilfilme in den Niederlanden, Frankreich und England und 1936-1940.
Vortrag im Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 

 

Neue Beiträge auf der Homepage

in den Rubriken Filmexil: Personen und Filmexil: Filme und Themen

Filmarchitekt: Rudi Feld

Der vielseitig begabte bildende Künstler und Musiker Rudi Feld (1896 - 1994) war in den 1920er Jahren Filmarchitekt und langjähriger Leiter der Reklameabteilung der Ufa, für die er zahlreiche Kinoausstattungen und Fassadenreklamen entwarf. Wie allen anderen jüdischen Mitarbeitern wurde auch er im März 1933 entlassen. Feld emigrierte erst nach Palästina, wo er in Tel Aviv eine Kabarett-Bar eröffnete, 1937 exilierte er in die USA. In Hollywood wurde er zunächst nicht in die Gewerkschaft der "Art Directors" aufgenommen und arbeitete deshalb als Zeichner bei MGM, lebte vom Verkauf seiner Gemälde und entwarf Bühnenbilder für Theateraufführungen. Nachdem er Mitglied in der Gewerkschaft geworden war, setzte er sich auch im Film durch als production designer und hat über vierzig Filme und zahlreiche Fernsehserien ausgestattet.   Filmarchitekt: Rudi Feld

Fritz Langs "Western Union" und die Indianer

Fritz Lang hat auf zahlreichen Reisen in die Reservate die verschiedenen Indianerstämme im amerikanischen Südwesten gut kennengelernt und in seinem Westernfilm "Western Union" die Indianer fern von den damals üblichen Hollywood-Klischees dargestellt. Fritz Langs "Western Union" und die Indianer

 

Im Reich der Micky Maus: Film-Exilanten im Disney-Studio: Oskar Fischinger und Fini Rudiger-Littlejohn 

Zwei ihrer Herkunft nach höchst unterschiedliche Künstler haben 1938/39 und 1940/41 jeweils für längere Zeit im Disney-Studio gearbeitet und obwohl kein Vor- oder Abspann eines Disney-Films ihre Namen nennt, haben doch beide Spuren in mehreren Filmen hinterlassen: der Avantgardefilmer und Maler Oskar Fischinger und die Schauspielerin und Malerin Fini Rudiger-Littlejohn. Im Reich der Micky Maus: Film-Exilanten im Disney-Studio

 

Exilierte Drehbuchautoren in Hollywood

Der Beitrag behandelt die Probleme und Chancen der Eingliederung der exilierten Drehbuchautoren in die Hollywood-Studios. Es werden die Karrieren von erfolgreichen Autoren wie Walter Reisch, George Froeschel, Billy Wilder aber auch von weitgehend vergessenen Autoren wie Franz Schulz-Spencer und Paul Schiller dargestellt. Exilierte Drehbuchautoren in den Hollywood-Studios

 

Exilierte Schriftsteller und die Hollywood-Studios

Die Hollywood-Studios haben durch Ankäufe von Filmrechten und durch Drehbuchverträge auch mit im Film völlig unerfahrenen Schriftstellern wesentlich zum ökonmischen Überleben zahlreicher exilierter Schriftsteller beigetragen. Trotz ihrer vielen meist ungerechten Klagen haben exilierte Schriftsteller an zahlreichen Filmen mitgewirkt und auch - verglichen mit den zahlreichen armen Exilanten -recht komfortabel leben können. Exilierte Drehbuchautoren in den Hollywood-Studios

 

"Ich bin ein solcher Antifaschist": Der Regisseur Gerd Oswald

Der Regisseur Gerd Oswald (1919 - 1989) emigrierte als Jugendlicher mit seinem Vater, dem Regisseur und Produzenten Richard Oswald. Seine Filmkarriere begann als Regieassistent bei dem B-picture "Hitler - Beast of Berlin". Gerd Oswald

(Stand: Mai 2017)

 

Publikationen 2015 und 2016

Max Ophüls: Spiel im Dasein. Eine Rückblende. Mit einem Vorwort von Marcel Ophüls und einem Nachwort von Hilde Ophüls. Hrsg. und kommentiert von Helmut G. Asper. Berlin 2015

Für diese Neuausgabe der 1945 entstandenen Erinnerungen von Ophüls wurde der Text sorgfältig durchgesehen und zahlreiche Verschreibungen bei Namen und Daten stillschweigend korrigiert. Der Herausgeber  hat den Text ausführlich kommentiert (S.197 - 280)und eine Chronik von Ophüls' Leben hinzugefügt (S.281-296). Eine Dokumentation der Filme, Hörspiele und Theaterstücke von Ophüls (S. 297-301) sowie Literaturhinweise ergänzen den umfangreichen Anhang. Vollständig neu gestaltet vom Herausgeber wurde auch der umfangreiche Bildteil, der zahlreiche, z.T. bisher unveröffentlichte Abbildungen enthält.

 

„Grace à Max Ophuls Hitler ne peut plus dormir“: Max Ophüls‘ Radiopropaganda gegen Hitler.

In: Rundfunk und Geschichte. Zeitschrift des Studienkreises Rundfunk und Geschichte e.V. Nr. 3-4, 42. Jg., S. 6 – 14.

Der 1933 nach Frankreich exilierte Theater- und Filmregisseur Max Ophüls (1902 - 1957) war im 2. Weltkrieg französischer Soldat und hat für den französischen und nach seiner Flucht in die USA auch für den amerikanischen Propaganda-Rundfunk zahlreiche Sendungen geschrieben. Berühmt geworden ist sein "Schlaflied für Hitler", das Ophüls selbst aufgenommen hatte und das seit Anfang 1940 jeden Abend über den Straßburger Sender nach Deutschland gefunkt wurde.


"Der Holocaust vor dem 'World Tribunal': None Shall Escape."

In: Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch.  Bd. 34, Exil und Shoah. München 2016, S. 302 - 322.

Der 1943 von dem aus Ungarn exilierten Regisseur André De Toth für das Columbia Studio gedrehte Film ist der einzige Spielfilm Hollywoods, der noch während des 2. Weltkriegs den Holocaust thematisierte und in dem gefordert wird, die Schuldigen vor ein internationales Gericht der Vereinten Nationen zu stellen.
Damit durchbrach der Film ein Tabu, denn der Holocaust, über den man in den USA seit 1942 gut informiert war, durfte im amerikanischen Film damals nicht behandelt werden. Die Original Story von "None Shall Escape" schrieben zwei Exilanten: der Schriftsteller Alfred Neumann und der Drehbuchautor und Produzent Joseph Than, die 1944 in dieser Kategorie für den Oscar nominiert wurden. Auf Grund zahlreicher unveröffentlichter Dokumente werden Produktion und Rezeption des Films ausführlich dargestellt.

Eine Auswahl früherer Publikationen in der Rubrik "Autor - Publikationen"